Tag 036: Von St. Privat-D‘Allier nach Sauges

Die 28. Kerze gestern in der der Rochuskapelle.Saint Roche, Schutzpatron gegen die Pest, er verschenkte sein Erbe und pflegte die Pestkranken.


Nun , die. "Vielle Auberge" macht ihrem Namen alle Ehre, hier wurde bestimmt niemals etwas renoviert. Gekrönt wird das Bild von einem kauzigen Wirt, wenn man das Wort "unfreundlich" umschreiben möchte. 

Das Essen allerdings ausgezeichnet, das Bratenfleisch war so zart, dass es auf der Gabel zerfiel, das Gemüse reichlich, leider sonst eher eine Ausnahme. Vor sieben Uhr essen zu wollen ist genauso ein Ding der Unmöglichkeit, wie nach acht 😳. Punkt 21:00 wurde ich zusammen mit Catherine einer Frau aus Metz kommentarlos auf der Terrasse ausgesperrt, immerhin mit Verveine einem köstlichen Likör

Leider keine Legende, sondern traurige Wahrheit, in 18. Jahrhundert trieb hier die Bestie von Gévaudan ihr Unwesen, biss Menschen den Kopf ab, oder saugte ihnen das Blut aus.  Die Forschung geht von Wolfshybriden aus.

Ich schreibe das nur, falls Ihr rechtzeitig zu den Tagesthemen nichts Neues von mir hört...

(Wahrscheinlicher ist jedoch das mangelnde Internet, längst nicht mehr so gut ist wie an der Grenze...)


Blick in die Kirche von Saint Privat

Der Heilige Privatus gilt als der erste Bischof von Mende, um das Jahr 260 herum 

Orte, die kaum mittelalterlicher sein könnten.

und so geht es heute tiefe Schluchten hinunter zur wilden Allier und auf der anderen Seite wieder hinauf

Blick von unten

und so erreiche ich mein heutiges Ziel: Saugues.

Die Pilgerdichte ist etwas gewöhnungsbedütftig, hat aber den Vorteil, dass die Versorgung besser ist. 

So hilft mir zum ersten Mal eine Französin in den Poncho 🫪als es leicht zu regnen beginnt. Ab einer Gite bekomme ich meinen Rucksack neu geschnürt, so dass er sich 5 kg leichter anfühlt und ich lerne Christine aus Bern kennen, die einen spannenden Blog hat 


https://www.polarsteps.com/ChristineVonarburg2/24522845-ich-bin-mal-weg

Tier des Tages


Walde Pferde 🙊

Herbarium

Bart-Nelke, Zierpflanze die gerne auch mal verwildert 

Knäuel-Glockenblume 

Sand-Thymian 😋

Mausohr-Habichtskraut

Mutterkraut ( trotz des Namens wurde es als Abortivum verwendet)

Fazit

Km:19

Höhenmeter: 660



Z‘ruck