Schlossgespenster gab es kaum, bis auf die beiden Damen die ungefähr zeitgleich mit mir eingecheckt haben. Gut gegessen und geschlafen.
Tag 023: St. Genix-Sur-Guiers nach Charavines
St. Genix ist eher trist, ganze Straßenzüge mit leeren Geschäften. Proviant zu besorgen ist in der Schweiz einfacher, überall wo es einen Migros oder Dorfladen hat gibt es hochwertige Lebensmittel: Beeren, Ingwer-Shot, Kefir, jede Menge isotonische Getränke. In Frankreich bisher nur einen einzigen Lebensmittelladen gesehen und zu einem Vorort zu laufen wegen eines Carrefour 😳. Spezialität hier ist der rote Mandelkuchen, aber habe kaum Lust auf Süsses, außer Cola mit Eis. Interessanterweise gibt es noch einige Apotheken und Blumenläden🙊
Und im Gegensatz zur Schweiz fast überall starkes 5G Internet, sogar im Wald. Aber die Franzosen haben ja generell ein entspanntes Verhältnis zur Strahlung, elektromagnetisch oder woher auch immer
Fünfzehnte Kerze für Vera in der Kirche von Saint-Genix
Hinter Genix steckt der Heilige Genesius von Arles. Angenervt von seiner Tätigkeit als römischer Gerichtsschreiber zur Zeit der Christenverfolgung hat er seine Schreibtafeln zu Boden geworfen und wurde daraufhin nach römischem Recht enthaupte.
Folglich ist er der Schutzpatron der Notare, Schreiber und Sekretäre
Mein Highlight heute ist dieses historische Waschhäuschen
***** Erlebnis Wasserpark, das kalte Wasser tut so gut
Ich hatte mir eigentlich viel vom "Lac de Palou" versprochen, aber was hier so schön aussieht ist aus der Perspektive des Wanderers schrecklich
Unten angekommen gab es nur einen winzigen öffentlichen Streifen: gut besuchter Seezugang. Das Kiosk hatte geschlossen, Personalmangel, anscheinend gibt es weltweit ein Problem Menschen zu finden die arbeiten wollen/können/dürfen..
Also keine Cola auf Eis, aber immerhin "Eau potable"
Fast der gesamte See ist für Fußgänger oder Radfahrer unzugänglich, Privatgelände, Straße ohne Rad/Fussgängerweg
Ziemliche Fehlplannung von mir zu denken ich könnte die letzten 6 km entspannt am See entlang laufen
Angekommen in Charavennes, Hotel mit Seeblick und "privatem" Strandzugang
Schwester Andrea fragt, was ich denn inzwischen esse?
Heute war wieder sehr gut, es gab diese leckeren kleinen frittierten Fischlein die immer so emsig um die Abflussrohre, oder in der Nähe der Segelboote herum unterwegs sind. War sehr gut und proteinreich
Fazit
Km:31.4
Hőhenmeter: 650
Temperatur: 30


Tier des Tages
Heute wurses wieder sehr gefährlich:
Französosche Pilgermast-Gänse versuchen mich mit lautem Geschtei anzugreifen ...
Gefährliche Pflanzenbegeg
- Zottige Wicke
- Wolliges Honiggras
- Japanischer Spierstrauch
- Harlekinweide
- Flockige Königskerze
- Japanisches Geisblatt
Erkenntnisse des Tages:
- Wanderer, halte dich von den Seen fern
