Tag 043: Von Conques-en-Rouergue nach Viviez

Das war schon sehr beeindruckend, als nach der langen Tour durch Wald und Felder, plötzlich diese enorme Klosterkirche auftaucht (Mittelschiff 22 Meter hoch)

Treffe mich noch mal mit Severin zum Essen, wir sind gleich alt, die Gesprächsthemen gehen uns nicht aus. Diesmal hat er keinen 🐸 im Hals, und ich habe dieses riesige Steak 🙊.

"bien cuit" bestellt, was im französischen bestenfalls so verstanden wird, dass das Fleisch nicht mehr zappeln soll

Südländisch-sommerliche Atmosphäre auf dem großen Platz vor der Kirche. Später gibt es innen noch ein Konzert für Klavier und Flöte. Ich zünde die 39. Kerze für Vera an

Sehr schön liebevoll eingerichtetes Appartement  in der malerischen Altstadt gehabt. Highlight: Kalter Granatapfelsirup im Kühlschrank

Und kaum ist man aus dem Ort heraus, kommt eine Kapelle. Wie auch die Klosterkirche der Heiligen Fides gewidmet, in französisch St.Feu. Sie war ein junges Mädchen, die sich weigerte römische Gottheiten anzubeten, daraufhin wurde sie auf einem Gitter geröstet, wodurch sie jedoch  nur noch herrlicher wurde. Daraufhin wurde sie, ihre Geschwister und Freunde enthauptet. Jedenfalls kann man sie jetzt um nützliche  Wunder ersuchen, z.b. um einen entflogenen Jagdfalken wiederzufinden 

Von hier aus noch mal ein Blick auf den beeindruckenden Ort

Und so zieht der müde Pilger weiter über eine alte Brücke, wie schon so viele vor ihm....

41. Kerze für Vera in einer weiteren Rochuskapelle. Rochus zeigt seine Pestwunde, weshalb er sich in den Wald zurückzieht. Ein 🐕 bringt ihm sein tägliches Brot

Es geht wieder steil nach oben, ganz oben wo keine Kirchen mehr sind wächst hauptsächlich Heide. Macht Sinn, oder?

41. Kerze für Vera in der Kirche von Noailhac

Erst habe ich mich über den Ort gefreut, gab es doch tatsächlich eine Cola mit Eiswürfeln in der Bar/Restaurant. Als ich am Nachbartisch sah, dass das Essen gut aussah, und ich heute kein Baguette bei mir hatte, weil die Bäcker montags nicht arbeiten, bat ich um die Speisekarte. Nach 10 Minuten fragte ich nochmal. Schliesslich stellte sie die übliche Tafel die meinen Tisch und erklärte, dass es das durchgestrichene nicht mehr gäbe. Nicht ganz unlogisch. Irgendwann kam ein altes Hexlein hinter dem Tresen hervor um die Tische abzuräumen, und ich bat sie mir doch eine der aufgelisteten Speisen zu bringen. Dann kamen viele französische Verse, wobei das Wort "Gastfreundschaft" nicht Teil der Liternei  war, aber das es schon 13:04 sei und deshalb zu spät noch etwas zu bestellen, habe ich sehr wohl verstanden.  Ich ging wortlos. Die paar übrig gebliebenen Restaurants können ziemlich machen was sie wollen, und einige tuen es auch. Mögen sie an den eingenommenen Euros friedlich ersticken

42. Kerze für Vera in der Kirche von Decazeville.

Die Stadt war im letzten Jahrhundert geprägt von Kohle und Stahlindustrie. Davon ist nicht mehr viel übrig,  ganze Strassenzüge voller leerer Schaufenster

Tier des Tages


Hühnchen mit Salat

Herbarium

Weidenblättriger Spierrstrauch

Japanischer Spindestrauch

Johannisbeer-Salbei

Schwarze Flockenblume, guter Ruf als Wundheiler

Walnuss, wird wohl ein gutes Jahr, sehe schon die ersten Schilder für Ölmühlen, werde wohl keine zwei Liter mitbringen 

Fazit

Km:22.6

Höhenmeter: 670



Z‘ruck